Revanche geglückt: Das „Derby der Derbys“ endet für unseren 2013er Jahrgang mit einem 2:0 Sieg.

Es ist eins dieser Spiele…wenn nicht sogar DAS Spiel für unseren 2013er Jahrgang. Der ultimative Leistungsvergleich im Derby gegen den Erzrivalen. Seit einigen Jahren ein Duell auf Augenhöhe und gegen das 2013er Team, dass unsere Blauen vielleicht sogar mittlerweile etwas überholt hat: Der Derbynachbar vom MTV Gifhorn.
Es begann alles vor knapp 3 Jahren am 09. Mai 2022: Zur damaligen Zeit waren unsere Hehlenrieder das Maß aller Dinge und die gelb-Schwarzen Gifhorner eher ein Abstiegskandidat. Unsere Jungs gewannen durch eine denkwürdige, 5‑minütige Nachspielzeit und zwei Tore in diesen 5 Minuten noch mit 6:5, sehr zum Ärger der Heimfans — inklusive Meckerei durch Offizielle, Eltern und Spielern. Und auch der Blick auf die Kader von vor drei Jahren zeigt die Entwicklung beider Teams: Von unseren Isenbüttlern sind alle damaligen Spieler noch im Verein, wohingegen das heutige Team des MTV Gifhorn aus komplett neuen Spielern besteht. Danach folgten viele denkwürdige Spiele mit dem Höhepunkt des „Wunder von Gifhorn“, in welchem unsere 2013er mit einem 16:1 Sieg am letzten Spieltag noch die Meisterschaft gewannen. Und eben dieses Spiel stellte auch den Wendepunkt des Gegners dar: Zur damals neuen Saison unmittelbar nach dieser höchsten Klatsche ever stellte die Mannschaft sich komplett neu auf und castete die besten Spieler aller anderen Vereine aus Gifhorn zur heutigen wahrscheinlich physisch besten 2013er Mannschaft im Kreis Gifhorn zusammen. Im letzten Aufeinandertreffen schieden unsere Isenbütteler Jungs nach einem müden 0:0 in Gifhorn nach einem unvergessenen Elfmeterschießen tragisch aus dem diesjährigen Kreispokal aus und ließen die Kicker von der Flutmulde „Derbysieger“ skandierend und jubelnd zurück. Nun also Rückkehr an den Ort des Dramas und Zeit für eine Revanche?!
Anders als unsere Jungs verloren die Gifhorner gegen unseren 2012er Jahrgang von Dennis Stöbermann in Isenbüttel mit 0:4 und waren heute in ihrem Heimspiel schon etwas unter Zugzwang, um den Saisonauftakt nicht als Fehlstart zu verbuchen. Unser Trainerteam konnte durch die Rückkehr unseres Kapitän Erik wieder aus dem vollen schöpfen und startete nahezu unverändert in das emotionale Spitzenspiel. Erwartet druckvoll und aggressiv starteten die Gifhorner und versuchten, unsere Isenbütteler Jungs frühzeitig im Pressing zu stören. Das gelang anfänglich auch ganz gut, nennenswerte Torszenen sollten aber auf beiden Seiten Mangelware bleiben. Beide Teams neutralisierten sich und während die Gäste den Hausherren aus Gifhorn zunächst das Feld überließen, sollte doch für das physisch starke Heimteam auf der imaginären Drittelgrenze im Defensivdrittel unserer Jungs immer wieder „Schluss mit Lustig“ sein. Unsere Jungs hielte in einem spielerisch schwachen aber physisch, mental und kämpferisch ansehnlichen Spiel sehr gut dagegen, leisteten sich aber im Spielaufbau noch zu viele Fehler, so dass die Ballbesitzzeit viel zu gering erschien. Ab der 10. Minute waren auch die Isenbütteler voll im Spiel. Die einzige echte Torchance in der ersten Hälfte sorgte dann auch für den Führungstreffer für unsere Hehlenrieder Jungs: David erkämpfte sich gegen seinen ehemaligen Mannschaftskamerade aus Sassenburger Zeiten die Pille, passte fein auf Erik, der direkt Jonathan bediente. Mit einem kurzen Blick erspähte dieser, dass der Torwart etwas weit aus seinem Kasten und nicht mittig genug stand und drosch das Leder mit einem sehenswerten Flugball in hohem Bogen über den Gifhorner Hüter mit seiner linken Klebe aus 15 Meter in den Winkel. Kategorie: Wunderschönes Tor und mit Blick auf die gesamte Hälfte eins auch eine nicht unverdiente Pausenführung.
Hälfte zwei war dann ein Abbild der ersten 30 Minuten. Gifhorn versuchte physisch zu drücken, Isenbüttel hielt extrem gut dagegen – Spielfluss entstand dadurch aber auf beiden Seiten nicht. Ähnlich wie im Pokalspiel neutralisierten die Teams sich beide im Mittelfeld. Als gerade einmal 13 Minuten in der zweiten Hälfte gespielt waren, passte Lenni den objektiv betrachtet 1–2 Meter im Abseits stehenden Finn an. Da die Pfeife des Schiedsrichters zur Verwunderung aller stumm blieb, sprintete Finn auf den gegnerischen Hüter, welcher den ersten etwas zu mittig gesetzten Schuss noch gut parieren konnte, den folgenden Abstauber vom sofort mitgelaufenen Lennard konnte er aber nicht mehr parieren. Erstaunlicherweise blieben Proteste des Gegners komplett aus, dennoch war der Wille der Gifhorner nach diesem erneuten Nackenschlag gebrochen. Das Spiel plätscherte physisch und mental anstrengend so weiter bis zum Schlusspfiff. Am Ende hieß der verdiente Sieger MTV Isenbüttel mit einem 2:0 auf fremdem Platz. Dieses Mal jubelten unsere Türkis-blauen „Derbysieger“ rufend und durften sich kurze Zeit später aufgrund der anderen Ergebnisse auch in der Kabine noch als Spitzenreiter feiern lassen. Der Sieg geht aufs Spiel geschaut völlig in Ordnung, denn die heute bärenstarke Defensivarbeit ließ über die kompletten 60 Minuten nicht eine Torchance des MTV Gifhorn zu. Spielerisch ist aber noch Luft nach oben – allerdings bei beiden Tems. Besonders schön zu sehen war, dass es sowohl bei den Offiziellen als auch bei den Fans sehr ruhig blieb. Den Spielern ist das sowieso egal: Die zum Zuschauen eingetroffenen 2014er und baldigen Gegner unserer Jungs gesellten sich mit auf die Isenbütteler Bank und sahen das Spiel gemeinsam zu ende: So soll Jugendfußball sein.
Am nächsten Spieltag wartet mit dem JFV Allerlöwen ein physisch und defensiv sehr starker 2012er Jahrgang, gegen den sich unsere Jungs in der letzten Saison mit einem 0:0 sehr schwer taten, bevor dann im vereinsinternen Derby die 2012er zur Lehrstunde laden. Harte Wochen also und nicht viel Zeit, den Erfolg aus dem Derby ausgiebig zu feiern.
0:1 Jonathan
0:2 Lennard
JSG Isenbüttel/Calberlah/Wasbüttel (2013er): Hannes – Paul, Mats, Maxi – Erik ©, Jonathan — Lennard, Luca, David – (Diliar, Morgi, Henri, Luk, Finn)

