BLAU-WEIß, Meisterlich!

BLAU-WEIß, Meis­ter­lich!

Die Vor­zei­chen waren sen­sa­tio­nell: Tabel­len­füh­rung mit einem Punkt Vor­sprung auf den Tabel­len­zwei­ten; Letz­ter Spiel­tag der F‑Jugend in der Hin­se­rie der Kreis­li­ga A; Heim­spiel; Geg­ner bis­lang kom­plett punkt­los und schon sicher abge­stie­gen. Es stand in den Erwar­tun­gen aller Fans und Ver­ant­wort­li­chen unse­re blau-wei­ßen Teu­fels­ki­cker der (Herbst-)Meisterschaft nur noch 40min im Wege. Die Par­tie gegen den TSV Mei­ne gab es bereits vor knapp einem Jahr in der nicht been­de­ten Vor­sai­son, wo unse­re MTV­ler in Mei­ne sou­ve­rän mit 7:3 gewon­nen hat­ten. Die Trai­ner setz­ten auch in die­sem Spiel erneut kon­se­quent auf das Rota­ti­ons­prin­zip – anders als im durch­wach­se­nen „Dusel“-Pokalachtelfinalspiel am ver­gan­ge­nen Mon­tag war die Start­auf­stel­lung aber weni­ger durch­ge­wir­belt: Es began­nen Len im Tor, die bes­te Defen­siv­rei­he der Liga Paul und Mat­tis, die Mit­tel­feld­ach­se mit Lou­is, Start-Sie­ben-Rück­keh­rer Jona­than und Mats sowie Sturm­spit­ze Char­ly. Ergänzt wur­de die Start­for­ma­ti­on durch Jonah, Noah, Ahmet und Jesper.

Das Spiel begann sofort mun­ter und es war klar, dass der MTV heu­te schnell für kla­re Ver­hält­nis­se sor­gen woll­te. Fol­ge­rich­tig fiel das erlö­sen­de Tor sehr früh in der 2. Minu­te durch ein „Tor des Monats“ von Jona­than, der in einem Nach­schuss den Ball – gewollt oder unge­wollt lässt sich nach­träg­lich nicht klä­ren – so traf, dass die­ser in einer wun­der­schö­nen Para­bel­form die Lat­ten­un­ter­kan­te noch leicht tuschie­rend unhalt­bar für den Mei­ner Tor­wart im Tor lan­de­te. In der Fol­ge war der MTV zwar kom­plett feld­über­le­gen jedoch lei­der nicht zwin­gend genug, um das not­wen­di­ge zwei­te Tor nach­zu­le­gen. Umso ärger­li­cher war, dass der ers­te (und ein­zi­ge) Schuss des Spiels aufs MTV Tor nach einer direkt abge­nom­me­nen Ecke dann gleich zum etwas über­ra­schen­den 1:1 Aus­gleich unhalt­bar im Tor ein­schlug. Die­ses Ergeb­nis hat­te dann auch bis zur Halb­zeit Bestand. Der der direk­te Kon­kur­rent aus dem benach­bar­ten Sas­sen­burg sein Spiel zuvor bereits mit 5:1 gewon­nen hat­te war die­ses Ergeb­nis für die (Herbst-)Meisterschaft zu wenig – die Blau-Wei­ßen muss­ten mehr geben und es berei­te­te sich lang­sam Unru­he auf den Rän­gen aus.

Auch in der zwei­ten Hälf­te zeig­te die TSV aus Mei­ne, dass sie hier und heu­te Par­ty-Cras­her sein konn­te. Der Tor­hü­ter der Gäs­te rück­te mit eini­gen wirk­lich sehens­wer­ten Para­den in den Fokus des Spiels und wenn unse­re Blau-Wei­ßen doch ein­mal durch­bra­chen, tra­fen sie auch das lee­re Tor nicht: War es wie­der Zeit für die „Isen­bütt­ler-Seu­che“ oder den „Nicht-Tor Fluch der Schul­stra­ße“? Doch da fass­te sich Fluch-Bre­cher Lou­is ein Herz. Das ist eine Geschich­te, wie sie nur der Fuß­ball schreibt: Unser fili­gra­ner Tech­ni­ker hat­te bis­lang in kei­nem Sai­son­spiel Abschluss-Glück gehabt und teil­wei­se bes­te Chan­cen lie­gen gelas­sen. Doch heu­te ver­ließ er schon vor dem Spiel die Kabi­ne mit der kla­ren Ansa­ge an die Trai­ner, dass er heu­te ein Tor erzie­len wür­de! Und er hielt Wort. Als knap­pe 5min vor dem Abpfiff auch die treu­es­ten MTV-Fans schon an der Wen­de zu zwei­feln began­nen mach­te Lou­is die (Herbst-)Meisterschaft mit einem Dop­pel­pack und einem wil­den Tor­ju­bel-Ver­fol­gungs­jagt über das gesam­te Feld per­fekt und darf sich heu­te als Match-Win­ner fei­ern las­sen. 3:1 Was für eine Erlösung.

Fazit: Tabel­len­füh­rer mit 15 Punk­ten in der Liga der letzt­jäh­ri­gen Cham­pions. 1 Punkt Vor­sprung auf Platz 2. Mit nur 10 Gegen­to­ren die bes­te Defen­si­ve der Liga. Mann­schaft­lich erneut ganz geschlos­sen auf­ge­tre­ten und am Ende ver­dient gewon­nen. Jetzt hat das Trai­ner­team in der Win­ter­pau­se genug Zeit, am Tor­ab­schluss aus dem Spiel her­aus (vie­le Tore fie­len in den ver­gan­ge­nen Spie­len aus Stan­dards und trotz einer hohen Gesamt­schuss­quo­te gelan­gen wenig ech­te Tor­schüs­se), an der tak­ti­schen Spiel­aus­rich­tung und am Pass­spiel über die gesam­te Mann­schaft (nicht nur vom Tor­wart zum Ver­tei­di­ger) zu arbei­ten. Denn es war auch nicht alles immer nur wun­der­bar: Die in der Vor­sai­son so hoch­ge­lob­te Offen­si­ve stell­te in die­ser Spiel­zeit mit 17 Tref­fern „nur“ die dritt­bes­te Liga-Offen­si­ve, was eben­falls ein Indiz für die häu­fig feh­len­de Durch­schlags­kraft im Angriff dar­stellt. Viel­leicht gelingt ja auch noch der eine oder ande­re Clou auf dem Trans­fer­markt in der Winterpause.

Unab­hän­gig vom Ergeb­nis haben unse­re Junio­ren am Ende den erfolg­rei­chen Abschluss der Hin­se­rie mit dem gan­zen Fan­club aus­gie­big gefei­ert. Eine ganz tol­le Hin­run­de mit einer unglaub­lich span­nen­den Kreis­li­ga A liegt hin­ter uns. Wenn wir uns die letz­ten 2 Jah­re Ent­wick­lung der Mann­schaft anse­hen, dann ist es unglaub­lich, dass man sich am Ende die­ser ers­ten 7 Spie­le als Kreis­meis­ter — mit Berück­sich­ti­gung aller Sai­son­spie­le aus Sicht der Redak­ti­on auch zurecht — als bes­tes Team des Krei­ses Gif­horn bezeich­nen darf. Das gan­ze MTV-Team bestehend aus Trai­nern, Spie­lern aber auch der treu­en Fan­ge­mein­schaft hat hier meis­ter­li­che Arbeit geleis­tet. Jedes Zahn­rad hat per­fekt funk­tio­niert. Natür­lich haben unse­re Kicker noch jede Men­ge zu ler­nen, da auch nicht jedes Spiel eine spie­le­ri­sche Offen­ba­rung war. Doch das Schöns­te dar­an ist, dass die Kin­der vor allem jede Men­ge Spaß am Spiel und an Bewe­gung gehabt haben. Das ist in Zei­ten der Iso­la­ti­on und der Fokus­sie­rung auf ein­ge­eng­te Bewe­gungs­räu­me nicht selbst­ver­ständ­lich und neben aller Meis­ter­lich­keit die aller­bes­te Errun­gen­schaft eines Mann­schafts­sports unter frei­em Him­mel. Vie­len lie­ben Dank an das gesam­te Team für die­se tol­le Ent­wick­lung und Erfahrung. 

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